Recycling-Kontor ruft zur Besonnenheit auf

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Köln, 19.12.2014. Die vorweihnachtliche Freude der Dualen Systeme über den positiven Trend der dualen Gesamtmengen an Verkaufsverpackungen wird getrübt. Die vorliegenden Ergebnisse der sogenannten indikativen Q1-Meldung der Dualen Systeme sind allseits positiv bewertet worden und lassen darauf schließen, dass der Abwärtstrend gestoppt wurde. Die verbindliche Q1-Meldung erfolgt im Januar 2015.

Ein Duales System hat gleichwohl in der Sitzung der Gemeinsamen Stelle der Dualen Systeme am 18.12.2014 angekündigt, die verbindlich abzugebenden Q1-Mengenmeldungen von vier Dualen Systemen im ersten Quartal nicht anerkennen zu wollen, obwohl diese noch gar nicht erfolgt sind. Vor dem Hintergrund der soeben erst bewältigten Krise der Dualen Systeme in 2014 und dem in Planung befindlichen Wertstoffgesetz würde ein solches Vorgehen schwer wiegen und den Gesamtmarkt destabilisieren.

Der in 2014 nach monatelangen Verhandlungen von allen Dualen Systemen unterzeichnete neue Clearingvertrag sieht unter anderem einen Pool mit vier Wirtschaftsprüfern vor, um die Mengenmeldungen der Dualen Systeme zu prüfen. Ein von vier Dualen Systemen beauftragter Pool-Wirtschaftsprüfer hatte einigen anderen Dualen Systemen abgesagt. Eines der abgelehnten Dualen Systeme kündigte daraufhin an, die Bestätigung der Mengenmeldungen dieses Wirtschaftsprüfers im Januar 2015 nicht anzuerkennen.

Recycling-Kontor-Geschäftsführer Dr. Florian Dühr: „Wenn ein Duales System den ihn ablehnenden Wirtschaftsprüfer verpflichten möchte, es zu prüfen, hätte ich dafür noch ansatzweise Verständnis, obwohl noch drei andere Wirtschaftsprüfer zur Verfügung stehen; wenn aber aus der Ablehnung durch einen Wirtschaftsprüfer die Nichtanerkennung der Mengenmeldung anderer Dualer Systeme abgeleitet werden soll, ist das grotesk. Man wirft dadurch dem Wirtschaftsprüfer, den man selbst gern gehabt hätte, nachträglich vor, er sei inkompetent.”

Ein erneuter, öffentlich ausgetragener Streit der Dualen Systeme schadet nur einem: Den Dualen Systemen selbst. Florian Dühr: „Ich kann nur dringlich anraten, die Kirche im Dorf zu lassen; sofern ein Systembetreiber meint, ein Wirtschaftsprüfer 2

müsse ihn prüfen, soll er das bilateral klären, aber nicht andere Duale Systeme und somit die gesamte Branche damit belasten. Die Dualen Systeme müssen aufpassen, dass sie nicht den Ast, auf dem sie sitzen, selbst absägen”.

Das Recycling Kontor ist ein unabhängiges und beratungsstarkes Recyclingunternehmen. Kunden aus Industrie und Handel bietet das Recycling Kontor über das eigene Duale System RKD die rechtssichere Lizenzierung ihrer Verkaufsverpackungen. Daneben setzt es über die Recycling Kontor Transportverpackungen (RKT) innovative Entsorgungslösungen für Transportverpackungen um.

Kontakt:

Recycling Kontor Holding

Waltherstraße 49-51

51069 Köln

Tel: 0221 474465 0

Fax: 0221 474465 99

e-Mail: kontakt@rkdonline.de

Allgemeine Info zum Dualen System:

Das Duale System wurde 1990 in Deutschland eingeführt und ist neben der kommunalen Abfallentsorgung ein zweites (duales), privatwirtschaftlich organisiertes Verwertungssystem. Es lizenziert, sammelt, sortiert und verwertet gebrauchte Verkaufsverpackungen. Die Dienstleistungen der Dualen Systeme werden vom Handel und den Herstellern finanziert, die verpflichtet sind, sich an einem dualen System zu beteiligen. Verkaufsverpackungen, Einweggläser oder Papier und Kartons, die in den gelben Säcken/Tonnen, Glassammelbehältern/Containern oder grünen bzw. blauen Tonnen landen, werden von Dualen Systemen entsorgt und wiederverwertet. Wird ein Vertrag geschlossen, melden die Kunden monatlich die Verpackungsmengen, die sie in Verkehr gebracht haben. Eine Clearingstelle ermittelt für alle Systeme den jeweiligen Marktanteil. Die Entsorger erhalten von jedem Dualen System entsprechend des Marktanteils ihre Vergütung.